Flexible und vielseitige Unterstützung durch Blended Care

Unsere Neujahrsaktion 2019

Childhood Trauma Screener (CTS)

INHALT DES FRAGEBOGENS
ZIELGRUPPE Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
ANWENDUNG Der CTS dient der retrospektiven Erfassung von traumatischen Ereignissen in Kindheit und Jugend. Dies fördert die Aufdeckung von psychischen und somatischen Beschwerden, die aus diesen Ereignissen resultieren können. Daraufhin können Behandlungen entsprechend angepasst werden. Der CTS kann z.B. statt dem Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) verwendet werden, der jedoch etwas umfangreicher ist und daher zu einer besseren Erinnerungsleistung führen kann.
AUFBAU Mit lediglich 5 Items ist der CTS ein sehr ökonomisches (und auch valides) Screeninginstrument für traumatische Ereignisse. Die 5 Items sind handlungsbasiert formulierte Aussagen und werden jeweils auf einer fünfstufigen Skala von "gar nicht" bis "sehr häufig" beantwortet. Jedes Item Erfasst eine Dimension von Misshandlung in Kindheit und Jugend. Die Dimensionen sind: körperlicher, sexueller und emotionaler Missbrauch, und körperliche und emotionale Vernachlässigung.
PSYCHOMETRISCHE EIGENSCHAFTEN
RELIABILITÄT & VALIDITÄT Der CTS gilt mehr oder weniger als ökonomischere Alternative zum CTQ. Die Validierung des CTS erfolgte daher vor allem mit dem CTQ. Es ergaben sich signifkante, hohe Korrelationen zwischen den Subskalen der beiden Fragebögen, sowie deren Gesamtwerten (r = .88). Als inkonsistent erwies sich lediglich die Dimension "körperliche Vernachlässigung". Dies ist wahrscheinlich auf kulturelle und sozioökonomische Einflusse zurückzuführen. Alle anderen Dimensionen erwiesen sich als sehr stabil. (körperliche Vernachlässigung: r = .553, alle anderen: .727 < r < .877). Zur Ermittlung der internen Konsistenz wurde Cronbach's Alpha benutzt, es betrug .76.
LIZENZKOSTEN 0,00 € Pro Abnahme
COPYRIGHT © H. J. Grabe et al. (2014)
LITERATUR Bernstein, D. P., Ahluvalia, T., Pogge, D., et al. (1997). Validity of the Childhood Trauma Questionnaire in an adolescent psychiatric population. Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 36, 340–348.
Glaesmer, H., Brähler, E. (2013). Kommentar zu Grabe HJ et al.: Ein Screeninginstrument für Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit: der Childhood Trauma Screener (CTS). Psychiatrische Praxis, 40, 21–22.
Glaesmer, H., Schulz, A., Häuser, W., Freyberger, H., Braehler, E. & Grabe, H. J. (2013). Der Childhood Trauma Screener (CTS) – Entwicklung und Validierung von Schwellenwerten zur Klassifikation. Psychiatrische Praxis, 40, 220-226.
Glaesmer, H., Grabe, H. J. (2014). Der Childhood Trauma Screener (CTS). In Kemper CJ, Brähler E, Zenger M. Psychologische und sozialwissenschaftliche Kurzskalen. MWV, Berlin, S. 57-59.
Grabe, H. J., Schulz, A., Schmidt, C. O., Appel, K., Driessen, M., Wingenfeld, K., Barnow, S., Spitzer, C., John, U., Berger, K., Wersching, H. & Freyberger, H. J. (2012). A brief instrument for the assessment of childhood abuse and neglect: the Childhood Trauma Screener (CTS). Psychiatrische Praxis, 39(3), 109-115.
Klinitzke, G., Romppel, M., Hauser, W., Brähler, E. & Glaesmer, H. (2012). The German version of the Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) - Psychometriccharacteristics in a representative sample of the general population. Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie, 62(2), 47-51.