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Unsere Neujahrsaktion 2019

PDI - Pain Disability Index, deutsche Fassung

INHALT DES FRAGEBOGENS
ZIELGRUPPE Patienten mit chronischen Schmerzproblemen
ANWENDUNG Der PDI kann eingesetzt werden, um das subjektive Ausmaß an Beeinträchtigung durch die Schmerzproblematik im Alltag zu ermitteln. Er eignet sich für eine Verwendung als Forschungsinstrument ebenso wie für den routinemäßigen Einsatz in der klinischen Praxis und wurde speziell für Patienten mit chronischen Schmerzen, unabhängig von der Schmerzlokalisation oder Ätiologie der Schmerzproblematik, entwickelt.
HINTERGRUND Schmerzbedingte Behinderungen, wie sie durch den PDI abgebildet werden sollen, stellen eine subjektiv wahrgenommene Beeinträchtigung der Fähigkeit dar, bestimmte Verhaltensweisen und Aktivitäten auszuüben, die im statistischen Sinne als "normal" anzusehen sind. Diese Behinderungen gehen ihrerseits auf komplexe Wechselbeziehungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren zurück und können auch bei Konstanthaltung organisch-medizinischer Faktoren (d.h. unabhängig vom Grad der diagnostizierbaren organischen Schädigung) interindividuell höchst unterschiedlich ausfallen
AUFBAU Es werden Selbsteinschätzungen des Ausmaßes erfasst, in dem Menschen mit chronischen Schmerzen sich im Alltag durch ihre Krankheit beeinträchtigt fühlen. Hierzu werden sieben Lebensbereiche aufgeführt und jeweils durch kurze Erläuterungen präzisiert. Die Beeinträchtigung wird für jeden Lebensbereich auf einer 11-Stufigen Skala angegeben.
PSYCHOMETRISCHE EIGENSCHAFTEN
RELIABILITÄT In verschiedenen Studien wurden für den PDI Gesamtwert Cronbach's Alpha Werte zwischen .83 und .90 ermittelt.
VALIDITÄT Es wurden moderate bis hohe Korrelationen mit verwandten Konzepten, wie der vom Patienten wegen der Schmerzen tagsüber ruhend bzw. liegend verbrachten Zeit, Skalen zur Einschätzung der Verhaltensbeeinträchtigung und dem Beck Depressions-Inventar, gefunden. Faktoranalysen ergaben immer einfaktorielle Lösungen (R² = .59), was für eine gute Interpretierbarkeit des Gesamtwerts spricht.
LIZENZKOSTEN 0,00 € Pro Abnahme
COPYRIGHT © Nilges, P., Dillmann, U., Saile, H. & Gerbershagen, H.U.
LITERATUR Dillmann, U., Nilges, P., Saile, H. & Gerbershagen, H.U. (1994). Behinderungseinschätzung bei chronischen Schmerzpatienten. Schmerz, 8, 100-110.
Luka-Krausgrill, U., Wurmthaler, C. & Becker, T. (1994). Die Beziehung zwischen Schmerzbewältigung, Beeinträchtigung und Depression bei chronischen Schmerzen. In R. Wahl & M. Hautzinger (Hrsg.), Verhaltensmedizin chronischer Schmerzen (S. 175-189). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.
Nilges, P., Deuker, N. & Kirschner, P. (1992). Schmerz, Funktionsbehinderung, psychische Beeinträchtigung und Behandlungsverlauf bei Patienten mit Hüftgelenk-Prothesen. In L. Montada (Hrsg.), Bericht über den 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Trier 1992 (S. 532). Göttingen: Hogrefe.
Tait, R.C., Pollard, C.A., Margolis, R.B., Duckro, P.N., & Krause, S.J. (1987). The Pain Disability Index: psychometric and validity data. Archives of Physical and Medical Rehabilitation, 68, 438-441.
Wurmthaler, C., Gerbershagen, H.U., Dietz, G., Korb, J., Nilges, P. & Schilling, S. (1996). Chronifizierung und psychologische Merkmale - Die Beziehung zwischen Chronifizierungsstadien bei Schmerz und psychophysischem Befinden, Behinderung und familiären Merkmalen. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 4, 113-136.