Flexible und vielseitige Unterstützung durch Blended Care

Registrieren

Gesundheitsfragebogen für Patienten - Patient Health Questionnaire, Deutsche Fassung - PHQ-D

INHALT DES FRAGEBOGENS
ZIELGRUPPE Erwachsene
ANWENDUNG Der Patient Health Questionnaire (PHQ - "Gesundheitsfragebogen für Patienten") ist der weltweit meistgenutzte Fragebogen in der Primärversorgung und gewinnt inzwischen auch in der Sekundärversorgung zunehmends an Bedeutung. Dieses Instrument ist zum Screening und, aufgrund seiner Änderungssesnsitivität, auch für die Outcome- bzw. Verlaufsmessung geeignet. Die häufigsten psychischen und somatoformen Beschwerden werden beim PHQ auf eine sehr ökonomische Art und Weise erfasst. Es liegen drei verschiedene Versionen des PHQ vor:
  • Der PHQ-D, die Vollversion zur Erfassung von Somatoformen Störungen, unipolaren und anderen depressiven Syndromen, Panik- und Angstsyndromen, Essstörungen (BN & BED) und Alkoholmissbrauch, sowie weiteren möglichen Beeinträchtigungs- und Störungsbereichen.
  • Eine kürzere Fassung des zur Erfassung von Somatoformen Störungen, unipolaren und anderen depressiven Syndromen, Panik- und Angstsyndromen, Essstörungen (BN & BED) und Alkoholmissbrauch, ohne die weiteren möglichen Faktoren (erste drei Seiten).
  • Der PHQ-9, das Depressions-Modul des PHQ zur Erfassung von depressiven Syndromen und deren Schweregrad.
  • Der PHQ-15, das Modul des PHQ zur Erfassung des Schweregrades somatischer Symptome.

Zusätzlich sind die folgenden Versionen des PHQ auf Englisch verfügbar:

  • GAD-7, ein Modul des PHQ zur Erfassung von generalisierten Angststörungen.
  • PHQ, die Vollversion.
  • PHQ-9, das Depressionsmodul.
  • PHQ-15, das Modul zur Erfassung somatoformer Symptomatik.
  • PHQ-Brief, die Kurzversion des PHQ.
  • PHQ-SADS, das somatoforme-, Angst- und Stressmodul in einem Test.
AUFBAU Die verschiedenen Versionen des PHQ bestehen aus unterschiedlichen Skalen von jeweils vier bis zwölf Fragen. Jede Skala ist zur Erfassung eines bestimmten Diagnoseclusters bzw. bestimmter Syndrome gedacht. Der PHQ-9 ist Beispielsweise die Depressionsskala der PHQ-D Vollversion. Je nach Skala sind die Antwortmöglichkeiten unterschiedlich.
PSYCHOMETRISCHE EIGENSCHAFTEN
RELIABILITÄT & VALIDITÄT Die Kriteriumsvalidität des PHQ-D wurde unter anderem anhand des Strukturierten klinischen Interviews für DSM-IV (SKID-I) als Goldstandard untersucht. Dabei zeigte der PHQ-D überragende Werte auf. Bei der Klassifikation einer Major Depression beispielsweise erzielte der PHQ-D eine Sensitivität von 95% und eine Spezifizität von 86%. Bei der Untersuchung der internen Konsistenz betrug Cronbach's Alpha für die Depresionnskala .88 und für die Somatisierungsskala .79. Weitere Validitäts- und Reliabilitätsdaten sind in der Literatur nachzulesen.
AKZEPTANZ In der Validierungsstudie des PHQ-D wurden Ärzte und Patienten gefragt, ob sie die Anwendung des Fragebogens als nützlich einstufen. Auf diese Frage antworteten 96% der Patienten und 97% der Ärzte mit "Ja".
LIZENZKOSTEN 0,00 € Pro Abnahme
COPYRIGHT © Pfizer Inc., Löwe B, Spitzer RL, Zipfel S, Herzog W.,
LITERATUR PHQ-D Manual

Gräfe, K., Zipfel, S., Herzog, W., & Löwe, B. (2004). Screening psychischer Störungen mit dem “Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ-D)“. Diagnostica, 50(4), 171-181.

Löwe, B., Gräfe, K., Zipfel, S., Spitzer, R. L., Herrmann-Lingen, C., Witte, S., & Herzog, W. (2003). Detecting panic disorder in medical and psychosomatic outpatients: comparative validation of the Hospital Anxiety and Depression Scale, the Patient Health Questionnaire, a screening question, and physicians' diagnosis. Journal of psychosomatic research, 55(6), 515-519.

Löwe, B., Gräfe, K., Zipfel, S., Witte, S., Loerch, B., & Herzog, W. (2004). Diagnosing ICD-10 depressive episodes: superior criterion validity of the Patient Health Questionnaire. Psychotherapy and psychosomatics, 73(6), 386-390.

Löwe, B., Kroenke, K., Herzog, W., & Gräfe, K. (2004). Measuring depression outcome with a brief self-report instrument: sensitivity to change of the Patient Health Questionnaire (PHQ-9). Journal of affective disorders, 81(1), 61-66.

Löwe, B., Spitzer, R. L., Gräfe, K., Kroenke, K., Quenter, A., Zipfel, S., ... & Herzog, W. (2004). Comparative validity of three screening questionnaires for DSM-IV depressive disorders and physicians’ diagnoses. Journal of affective disorders, 78(2), 131-140.